Historische Weimarfotos aus der Sammlung Magdlung

   

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Das "Stammhaus" in der Marktstraße Nr. 15

Karl Magdlung (1896 - 1963) Foto um 1950

 

Hintergrund

Die hier vorgestellten Abbildungen sind der Sammlung historischer Fotografien und Reproduktionen zeitgenössischer Stiche bzw. Gemälde von Dr. Klaus Magdlung entnommen. Die Sammlung wurde von seinem Onkel Karl Magdlung in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angelegt. Das kam nicht von ungefähr, da die Familie seit dem 17. Jahrhundert in der Stadt Weimar ansässig ist. Johann Ernst Magdlung (fürstlicher Hausdiener im Weimarer Schloß - ∗4.1.1733-†6.4.1823) ist der erste nachweisbare Vorfahre der Familie in Weimar. Dieser hatte sechs Kinder. Eines davon, August Friedrich Adolph Magdlung wurde Drechsler, heiratete die Tochter des Hofdrechslermeisters Fr. Hopfgarten, übernahm dessen Geschäft und gründete am 15. 2. 1859 die Firma:

....Adolph Magdlung
....Drechslermeister und Schirmfabrikant
....Breitegasse A 82 (heute Marktstraße)

Dessen Sohn Max übernahm 1897 die Werkstatt und führte sie bis 1928. Danach übernahm Karl Magdlung (*1896) das Schirmgeschäft und leitete es bis zu seinem Tod 1963. Seine Frau, Elisabeth Magdlung, schenkte im Jahr 1976 die "Alt Weimar Sammlung" ihrem Neffen und meinem Schwiegervater Dr. Klaus Magdlung. Als er 2005 verstarb, übernahm ich die Sammlung und stelle sie jetzt -mit seinem Einverständnis- einem breiten Interessentenkreis über dieses Medium zur Verfügung. Die komplette Aufbereitung für das Internet wird aber noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. Auch werde ich noch Seiten mit Dokumenten zur Firmengeschichte einfügen.

Die gesamte Sammlung umfasst neben einer Vielzahl von Weimar-Literatur, etwa 600 historische Fotos als Papierabzüge (vorwiegend Reproduktionen) und ca. 300 z.T. originale Glasnegative.

Auf den nachfolgenden Seiten werden einmal nicht nur die Stätten des Klassischen Weimar im Mittelpunkt stehen, sondern auch die "normalen" Quartiere. Angelegt ist die Fotosammlung so, dass sie zu einem virtuellen Spaziergang von Süden nach Norden durch Weimar einläd. Dabei werden die Straßen und einzelnen Bauwerke mit Fotos um die Jahrhundertwende dokumentiert, aber auch (wenn vorhanden) mit (Reproduktionen) historischer Stiche und Gemälden. Ein Großteil der Aufnahmen stammt aus dem wichtigsten Weimarer Fotografenatelier der damaligen Zeit, Louis Held. Weiterhin ist die "Photografische Kunstanstalt" W. Hartan mit sehr vielen Fotos vertreten. Die Zerstörungen des 2. Weltkrieges finden ebenso Eingang in das Archiv. Vermutlich wurden diese Aufnahmen von Karl Magdlung gemacht. Mein Schwiegervater fotografierte auch noch einige markante Ecken zu den historischen Vorbildern, nachdem er 1975 diese Fotosammlung übernommen hatte. Auch diese Fotos sind jetzt schon als historisch im weiteren Sinne anzusehen. Zeigen sie doch den Verfall der Weimarer Bausubstanz zu Zeiten des real existierenden Sozialismus.

Meist sind mehrere Fotos in Gruppen auf A3 Blätter geklebt. Meine Nummerierung folgt den Originalblättern. So bedeutet "K1-83_5", es ist die 5. Abbildung (im Uhrzeigersinn) auf dem Blatt 83 aus dem Karton 1. Damit kann es aber auch passieren, das ein Foto noch mit auf einem Blatt ist, aber eigentlich schon zu einer anderen Straße gehört. Ich habe das aber dann so belassen. Die Straßennamen sind meist mit den zu den damalig gültigen Bezeichnungen aufgelistet*. Auf den Einzelseiten habe ich den heutigen Namen mit vermerkt.

Sie können Ihren "fotografischen Rundgang" am Felsenkeller in der jetzigen Humboldtstraße beginnen und weiter über den Wielandplatz, vorbei am Goethehaus auf dem Frauenplan, der Schillerstraße und dem Park bis zum Schloß gehen. Dann führt Sie der Weg nach Norden über den Markt, der Erfurter Straße, dem Goetheplatz mit der Post und dem Gebiet um den Graben mit dem Asbachviertel (das es im östlichen Teil um den Kettenberg durch die Überbauung mit dem Gauforum nicht mehr gibt). Über den Museumsplatz und die Carl-August-Allee erreichen Sie dann zum Abschluss den Bahnhof und den Weimarer Norden. Stadtmodelle und Stadtansichten ergänzen den "fotografischen" Rundgang. Viel Spaß beim Entdecken!

Für Hinweise und Anregungen erreichen Sie mich per E-Mail (postmaster at weimar-historischefotos.de) . Wenn Sie Fotos aus der Sammlung verwenden wollen, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

 

Stephan Liebig

August 2018

 


05.08.2018

 

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